Der Rechnungsempfänger kann eine Rechnung, die inhaltlich oder formal nicht rechtskonform ist, ablehnen. Sobald er den Betrag jedoch begleicht, akzeptiert er die Rechnung und hat damit auch mögliche Konsequenzen zu tragen. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass der Vorsteuerabzug nicht anerkannt wird. Ob er nachfolgend an seinen Lieferanten mit Forderungen herantritt, hängt dann vom Einzelfall und sicherlich auch dem Rechnungs- und Vorsteuerbetrag ab. (Raimund Schlotmann, Geschäftsführer Itella Information GmbH
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Das scheint eine sehr häufig auftauchende Frage zu sein, wie mir berichtet wurde. Raimund Schlotmann, GF der Itella Information GmbH war so nett und hat Sie mir beantwortet.
“Beim Versand von e-Rechnungen ins europäischen Ausland ist es notwendig die jeweiligen landestypischen Vorgaben zu berücksichtigen. Diese Vorgaben sind im Moment noch recht vielfältig pro Land und reichen von „problemlos“ bis „ähnlich dem deutschen Verfahren aber anders“. Will man europaweites e-Invoicing einführen, kommt man derzeit über ein kundenspezifisches Einführungsprojekt nicht herum.”
Eigentlich hatte ich gehofft, wir wären in Euroopa weiter, Brüssel traktiert ja den Mittelstand mit allen erdenklichen Richtlinen. Nur wo es wirklich sinnvoll und wichtig wäre, fehlt es immer noch an Einheitlichkeit Ich denke da werden noch follow ups von Oliver Bernd, unserem Programmdirektor vom Rechnungstag, bekommen.
Es gibt eine länderübergreifende Studie der Marktforscher von TNS Gallup, den unser Platin-Sponsor itella in Auftrag gegeben hat. Es wurden 1600 kleine und mittelständische bis 250 Mitarbeiter und Unternehmen aus allen Branchen ab 250 Mitarbeiter in den skandinavischen Ländern und Deutschland befragt.
Übergreifendes Ergebnis; elektronische Rechnungen nehmen vor allem in größeren Unternehmen zu, dominieren aber noch nicht. 80 bis 90 Prozent der skandinavischen Firmen erwarten, dass sie neben Briefen in den kommenden drei Jahren auch E-Invoices verschicken. Von den deutschen Unternehmen erwarten das nur 65 Prozent. Zehn Prozent der befragten Skandinavier meinen, dass dies in naher Zukunft nur noch elektronisch zugehen könnte. In Deutschland glaubt dies keiner.
(Quelle: ComputerWoche)
- Digitale Rechnungen in KMUs: Über die Hälfte der KMUs wird in den kommenden Jahren E-Invoices versenden

- Digitale Rechnungen in großen Firmen: Vieles bliebt in Deutschland papierbasiert.

- Versand E-Invoice: Vor allem Schweden und Dänemark setzen heute schon auf digitale Rechnungen.

- Zukunft der elektronischen Rechnung: Laut Studie setzen deutsche weiterhin stark auf Papierrechnungen

“Im Vergleich zu einer entsprechenden Studie, die Itella vor zwei Jahren in Auftrag gegeben hatte, könne man aber aber auch in Deutschland eine gestiegene Nutzung bei kleinen und mittleren Firmen feststellen. Aktuell verschicken im Durchschnitt 20 Prozent aller skandinavischen und deutschen Firmen neben der Briefpost auch elektronische Rechnungen. In Dänemark sind es bereits 35 Prozent, in Norwegen nur neun Prozent. In Finnland und Schweden halten es über 50 Prozent der Firmen für wahrscheinlich, dass auch sie in den kommenden drei Jahren auch elektronisch Rechnungen aussenden werden.”
Ich bin gespannt was ich über die Motive erfahren kann und werde es dann berichten. Ich würde auch gerne wissen, ob eher die kleinen Unternehmen die Chancen nutzen oder die doch die Größeren.
Davon mal abgesehen, dass ich Glück habe, wenn ich in den hunderten von SPAMs (dabei fällt mir ein - ich muss mal mit dem Provider reden, ob der diese Flut nicht eindämmen kann) meine Handyrechnung finde und nicht aus Versehen lösche, nützt diese Rechnung null und nichts, weil es nämlich nur ein einfaches PDF Dokument ist. Das nützt mir gar nichts, die kann ich nicht von der Vorsteuer abziehen, weil sie keine qualifizierte Signatur hat. Ich werde das mal kundtun und bin mal gespannt, ob die mir die jetzt wieder per Post schicken oder ob sie sie signieren.
(Quelle)
Wie und wie lange müssen denn elektronische Rechnungen aufbewahrt werden? Genau so lange wie Papierrechnungen aber es reicht nicht aus sie auszudrucken und dann als Papierausdruck aufzubewahren. Man muss sie auf DVD oder CD sichern.
Bisher war es problemlos Rechnungen per Fax zu schicken auch unsigniert - das ist nur noch bis zum Ende des Jahres. Danach müssen Faxrechnungen mit einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur versehen werden, um problemlos die Vorsteuer abziehen zu können.
Im Vorfeld unseres vierten Rechnungstages in München haben wir ein Interview mit unserem neuen Gold-Sponsor secrypt GmbH, gemacht. Hier lesen Sie Antworten von Tatami Michalek dem Geschäftsführer Marketing bei secrypt.
1. Wo sehen Ihrer Meinung nach potenzielle Anwender den größten Nutzen bei elektronischen Rechnungen?
Die unter steigendem Kostendruck stehenden Unternehmen profitieren besonders von den immensen Einsparungspotentialen, die durch die Umsetzung durchgängiger elektronischer Arbeitsabläufe im Bereich der Rechnungsstellung realisiert werden können. So sind die Kosten für Ausdruck, Kuvertierung, Porto und Arbeitszeit auf ein Minimum reduzierbar. Auch der Rechnungsempfänger hat Vorteile: Der Empfang strukturierter elektronischer Rechnungsdaten ermöglicht ihm die direkte Übernahme der Daten in sein Buchführungssystem. Zudem entfällt die physische Lagerung der Papierrechnungen und der damit einhergehende Kostenaufwand. Mit steigendem Umweltbewusstsein überdenken viele Unternehmen grundsätzlich, ob weiterhin wertvolles Papier für Rechnungsdokumente verschwendet werden sollte.
2. Wo sehen sie die größten Hindernisse?
Nach wie vor sind die Optimierungspotentiale, die durch die elektronische Rechnungsstellung umsetzbar sind, nicht allen potentiellen Anwendern ausreichend bekannt, insbesondere auf der Empfängerseite. Jedoch wird das Thema im Zuge der dynamisch steigenden Anzahl von eBilling-Projekten immer stärker positiv wahrgenommen. So weicht die anfängliche Skepsis, z.B. in Bezug auf die rechtliche Anerkennung elektronischer Rechnungen oder die vermeintlich zu hohe Komplexität einer eBilling-Lösung, dem konkreten Willen, ein eigenes eBilling-Projekt zu beginnen.
3. Was sind die Erwartungen an die Anbieter?
Der Kunde erwartet ganzheitliche Komplettlösungen bestehend aus individueller Beratung und optimal aufeinander abgestimmten Software- und Hardwarekomponenten, die im EU-Kontext grenzüberschreitend für den Rechnungsversender und -empfänger nutzbar sind.
Außerdem besitzt das Thema Systemintegration für den Anwender eine hohe Bedeutung: Da in vielen Unternehmen bereits Rechnungs-Workflows vorhanden sind, sollte das eBilling-Signatur-Modul, wie z.B. der digiSeal® server von secrypt, ohne großen Aufwand in die bestehenden Abläufe integriert werden können.
Es scheint nun tatsächlich auch Vereinfachungen im Zusammenhang mit elektronischen Rechnungen zu geben. Gefunden habe ich den Artikel von Stefan Groß, Steuerberater aus München und Referent auf dem Rechnungstag in München bei einem unserer Medienpartner, www.elekronische-steuerpruefung.de.
In dem geplanten Gesetz zur Modernisierung und Entbürokratisierung des Steuerverfahrens (Steuerbürokratieabbaugesetz) ist nämlich eine bislang kaum beachtete Änderung zu elektronisch übermittelten Rechnungen und damit auch eine Vereinfachung.
Diese sieht vor, dass im Rahmen des elektronischen Datenaustauschs (EDI) das Erfordernis einer zusammenfassenden Rechnung (Sammelrechnung) künftig entfallen soll. Bislang verlangte das Umsatzsteuergesetz im EDI-Fall zusätzlich eine zusammenfassende Rechnung in Papierform bzw. in elektronischer Form, letzteres verbunden mit dem Erfordernis einer qualifizierten elektronischen Signatur. Mit der geplanten Gesetzesänderung geht der deutsche Gesetzgeber konform mit Art. 233 Abs. 1 Buchst. b der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (MwStSysRL) und will künftig auf die verschärfte Anforderung einer Sammelrechnung (Art. 233 Abs. 3 MwStSysRL) verzichten.
Näheres finden Sie unter http://www.elektronische-steuerpruefung.de/e_rechnungen/gross_steigauf_1.htm
Auf der DMS-Expo in Köln halte ich, Oliver Berndt, am 10.9.08 und am 11.9.08 Vorträge zum Stand der elektronischen Rechnungen in der Praxis und zu Chancen & Risiken des Einsatzes von elektronischen Rechnungen.